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Schultaschen ABC

Tipps für die richtige Schultasche

Die Ferien stehen vor der Tür und Kinder, die bereits Schüler sind, wollen vorerst von der Schultasche nichts mehr wissen. Am besten ab in die nächste Ecke und unbeschwert den Sommer genießen!

Anders sieht es bei den Schulanfängern aus. Sie haben gerade ihr letztes Kindergartenjahr absolviert, zählten dort schon zu den „Großen“ und sehen dem Schulbeginn im September mit großer Spannung entgegen.

Optik oder Qualität?

Wichtigstes Thema ist da natürlich die Schultasche. Für die Kids zählt in erster Linie die Optik, für die Eltern stehen Qualität und Kosten im Vordergrund. Nun geht es darum, eine Schultasche zu finden, die sowohl Eltern als auch Kind zufriedenstellt.

Große Auswahl, viele Preise

Die Auswahl ist riesig, die Preise auch. Es zahlt sich daher wirklich aus, sich für dieses Thema Zeit zu nehmen und mit dem Kind gemeinsam eine Auswahl zu treffen. Achten Sie auf Aktionen. Regelmäßig zu Schulschluss werden viele Exemplare angeboten. Vorjahresmodelle, die ja noch längst nicht „alt“ sind, kann man um einiges günstiger kaufen.

Natürlich kann man nicht sagen, eine Schultasche um € 200,– ist viel besser als eine um € 100,–. Ist ein Ferrari, ein Mercedes oder ein Skoda besser? Alle fahren! Mit dem Schulbeginn lässt sich ein großes Geschäft machen. Preisvergleiche lohnen sich auf jeden Fall!

Schulrucksack oder Set?

Einen Erfahrungswert, den ich mit vielen Eltern teile: Die diversen Teile, die den Schultaschen beigegeben sind, gehören oft, drastisch gesagt, auf den Mist. Da sind manchmal die Jausenboxen zu groß oder zu klein, die Turnsackerl nicht besonders strapazierfähig, komische Trinkflaschen etc. Hier ist es oft sinnvoller, diese Teile selber beizusteuern. Ein Stoffsackerl für die Turnsachen näht die Oma, eine passende Trinkflasche gibt es bereits und das Pausenbrot wird am Schulbuffet „Gesunde Jause“ gekauft.

Achtung bei gefüllten Federpenalen

Besonders schlimm ist es aber mit den gefüllten Federschachteln, die auf den ersten Blick ja toll aussehen. Prall gefüllt mit allerlei Bleistiften, Federn, Tintentod, Fasermalern, Schere usw… Die Stifte haben meistens nicht die Qualität, die man sich erwartet. Billigfarbstifte brechen ständig ab, Faserstifte trocken rasch aus.

Hefte oder Blocks sind vom no-name-Hersteller auch geeignet, da gibt es kaum Unterschiede und es lässt sich sparen. Aber bei Buntstiften oder Filzstiften ist es anders. Lieber einmal weniger Stifte in die Federschachtel füllen, und die dafür von ordentlicher Qualität. Ich will keine Werbung machen, jedoch mit Pelikan oder Jolly ist man gut bedient. Und auch diese gibt es günstig beim Discounterzu Schulschluss und zu Schulbeginn. Auch die Feder soll kein 0/8-15-Produkt sein, weil gerade die Schreibbeginner eine brauchen, die an ihre kleinen Finger angepasst ist. Ebenso ist auch Schere nicht gleich Schere, lassen Sie sich bei diesen essentiellen Dingen vom Fachmann berate, Sie werden es nicht bereuen. Diese Produkte sind einfach langlebiger.

 

Die Schule schlägt Produkte vor

Mache Lehrpersonen haben es gerne, wenn ihre Schüler alle die gleichen Produkte verwenden. Vielleicht haben Sie auch bei der Einschulung schon eine Liste bekommen, welche Stifte, Lineale, Hefte Ihr Kind benötigt. Dann wäre eine bereits vorgefülltes Federpenal auch nicht die richtige Wahl und sie müssten schlimmstenfalls nochmals die gewünschten Produkte besorgen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig.

Wie lange lebt die erste Schultasche?

Das einmal so nebenbei, nun aber wieder zurück zur Schultasche. Auch sie unterliegt in der heutigen Zeit der Mode. Früher, sagen wir einmal in den 70er und 80er-Jahren, hatten alle Kinder eine Leder- oder Kunstlederschultasche, die durchaus auch noch an weitere Kinder vererbt wurde.

Jetzt „lebt“ eine Schultasche genau 4 Jahre, nämlich die Volkschulzeit über. Spätestens mit dem Wechsel zum Gymnasium/Neue Mittelschule hat sie ausgedient, dann wird ein lässiger neuer Schulrucksack fällig. Wer will denn mit 10 Jahren noch Prinzessin Soundso und Spiderman tragen? Angehende Teenager stehen meist auf unifarbene Schulrucksäcke, auf quadratische Muster oder auf dunkle Farben. Die Wirtschaft freut sich.

Eigenerfahrung

Meine erste Tochter wählte ein Dschungelbuch-Motiv auf blauem Hintergrund. Dann folgte ein gelber Schulrucksack und in der Oberstufe war es eine Tasche aus Canvas. Vier Jahre später wollte Kind Nr. 2 die völlig intakte Mogli-Schultasche nicht mehr. Jetzt musste es rosa sein mit Schmetterlingen. In der Unterstufe war dann ein blauer Rucksack an der Reihe, es folgte ein rot-schwarz-karierter Rucksack und derzeit befinden sich Hefte & Co in Jutesäcken und Aktenmappen. Und bei allen Freunden und Bekannten ist es ähnlich.

Optik ist wichtig

Da wären wir wieder bei der Optik. Kind wünscht sich seine Lieblingsfarben, den Superhelden, eine Prinzessin, ein Tier oder gerade die aktuelle Comicfigur von Disney & Co. Noch nie war die Auswahl so groß wie heute. Sie wollen natürlich, dass sich ihre Tochter oder ihr Sohn mit der Schultasche wohlfühlt, dennoch ist unbedingt auf Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale zu achten. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Aber ihr Kind muss den Schulrucksack mögen, sonst ist es unglücklich. Oma und Opa meinen es gut und schenken – als Überraschung – die ach so niedliche blaue Schultasche mit dem treublickenden Hund. Dumm nur, dass das Enkelsohn gar nicht darauf steht, sondern unbedingt den coolen Schulrucksack mit dem aktuellen Superhelden will. Er mag zwar Hunde, aber mit dieser Schultasche kommt es sich klein und babyhaft vor, dabei will er der starke Kerl sein, vor dem sich alle in Acht nehmen sollen. Bitte informieren Sie Großeltern, Onkeln, Tanten – sie dürfen die Schultasche gerne kaufen, aber gemeinsam mit dem Kind.

Das Gewicht

Ihr Kind muss die Schultasche tragen. Vielleicht nicht weit, oder es fährt mit dem Bus, aber eine Weile hat es die Tasche auf dem Rücken. Wissen Sie, wie schwer diese Taschen oft sind? Kaum zu schleppen. Ich wohne neben einer Volksschule und immer wieder sehe ich, dass die Kleinen unter der Last des Schulrucksackes fast zusammenbrechen.
Als Faustregel gilt: Im leeren Zustand nicht mehr als 1,2 Kg. Gefüllt sollte die Schultasche nicht mehr als 10 % des eigenen Gewichtes wiegen. Eltern sollten das Gewicht öfters kontrollieren und auch den Inhalt begutachten! Oft nehmen die Kleinen nämlich nicht nur Schulsachen mit, sondern ganz andere Dinge. Da findet sich das halbe Spielsortiment in den Fächern – oder auch die Jause von mehreren Tagen.

Eine ergonomische Gewichtsverteilung ist wichtig, damit Rücken- und Haltungsschäden vermieden werden. Die Wirbelsäule gehört entlastet. Nehmen Sie Ihr Kind unbedingt mit, wenn die Schultasche ausgesucht wird. Da hilft die schönste Überraschung nicht, wenn sie nicht passt oder auch nicht gefällt. Der Schulranzen muss vom Kind getragen werden, nur so sieht man, welche Einstellungen getätigt werden können, um das Idealergebnis zu erhalten. Und wenn dieses nicht überzeugt, dann ist es nicht die richtige Schultasche. Sie darf nicht zu groß sein – über den Körper hinausragen – und die Schultern sollen gleichmäßig belastet werden.

Schultergurte, Tragegriffe, Verschluss

Gepolsterte leicht verstellbare Gurte (ca. 4 cm breit) sorgen für einen hohen Tragekomfort. Es ist lästig, wenn die Träger einschneiden, scheuern, zu kurz oder zu lang eingestellt sind. Eine Schultasche, die bis zu den Knien nachhängt, ist keine Seltenheit. Auch der Tragegriff soll gut gepolstert sein, denn manchmal wird das gute Stück auch in der Hand getragen. Am Rücken soll der Schulranzen möglichst gerade getragen werden. Der Rückenteil sollte druckstabil, atmungsaktiv und rutschfest sein. Ein Becken- oder Hüftgurt hilft bei der Verteilung des Gewichtes.

Das Auf- und Zumachen soll leicht und problemlos funktionieren. In eine große Öffnung gehen auch größere Hefte und Utensilien. Reißverschlüsse oder Druckknöpfe eignen sich als Verschluss. Das Hauptfach sollte unterteilt sein, damit sich leichter Ordnung halten lässt. Von zu vielen Fächern würde ich abraten, weil damit das Suchen oft schwieriger wird, als z.B. nur in zwei Fächern und in einem Außenfach.

Sicherheit und Sichtbarkeit

Ein weiteres Thema ist natürlich die Sicherheit des Kindes auf dem Schulweg. Um diese zu verbessern, hat es Sinn, auch die Schultasche sichtbarer zu machen. Sie wird schon eine schöne leuchtende Farbe oder ein buntes Muster haben, jedoch ist das im Dunklen zu wenig. Gerade im Herbst und Winter, also auch schon zu Schulbeginn, ist es in der Früh oft noch finster und der Tag dauert nicht mehr lange. Autofahrer, und auch andere Verkehrsteilnehmer, sollen die Kinder gut sehen können.

Schultaschen und Schulrucksäcke lassen sich mittels Reflektoren, die im Scheinwerferlicht leuchten, ausstatten und tragen so zur Sicherheit Ihres Kindes bei. Auch bei Schultaschen gibt es einen Hinweis auf Sicherheit: Das GS-Zeichen die DIN-54.124 bestätigen eine sichere Schultasche. Bei vielen Produkten sind die Reflektoren bereits integriert, meistens an der Vorderseite und seitlich. Sie lassen sich aber auch einzeln anbringen oder Sie rüsten die Schultasche noch zusätzlich mit weiteren Reflektoren aus.

Viele Schultaschen sind aus wasserabweisenden Material hergestellt. Wer seinen Ranzen besonders schützen möchte, für den gibt es einen eigenen Regenschutz, der sich über die Tasche ziehen lässt.

Form

Bei einer Schultasche im Hochformat stehen die Hefte, Bücher, Schulutensilien. Es ist für mehr Ordnung gesorgt als bei einer Tasche im Querformat. Außentaschen sind sinnvoll, z.B. für Trinkflasche, Einstecken von Fäustlingen oder Haube, Regenschirm etc.

Tests

Es werden immer wieder Schultaschen getestet, z.B. von Stiftung Warentest, Konsument etc. Sie können sich überzeugen, ob Ihre Schultasche dabei ist, bzw. wie sie abschneidet. Geprüft werden die wichtigsten Punkte. So ein Test kann eine hilfreiche Entscheidung sein.

Sie werden bestimmt den richtigen Schulrucksack finden. Einen schönen Schulbeginn, aber vorerst ab in die wohlverdienten Ferien!

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